Frankreich/Spanien 08/2000        

 

Am 07.08.00 um kurz vor Acht geht unsere Reise los. Unsere erste Übernachtung machen wir in St. Maure auf dem Camping Munizipal. Der Platz ist sehr schön, aber von der Gegend sehen wir nicht viel, da wir bereits einen Tag später weiterfahren nach Le Verdon sur Mer. Der Stellplatz in Le Verdon ist sehr gut ausgeschildert, wir finden problemlos dahin. Nachdem wir einkaufen waren und uns den Stellplatz näher angesehen haben, gehen wir zum Strand.

Auf dem Stellplatz treffen wir einige Deutsche und verbringen mit ein paar von ihnen, welche aus Wolfsburg kommen, den Abend. Am nächsten Tag sehen wir uns Le Verdon an.

Nachdem wir nun zwei Tage hier verweilt haben, geht es für uns weiter nach Les Jacquet. Der Ort ist nicht zu empfehlen und von daher fahren wir weiter nach Taussat.

 

Hier finden wir hinter dem Yachthafen einen schönen Stellplatz. Aber hier bleiben wir nur eine Nacht, es geht für uns weiter nach St. Girons Plage. Hier ist der Stellplatz hinter dem Campingplatz. Es sind kleine Stellplätze in Nischen eingeteilt. Abends fängt es an zu regnen und es gibt Sturm- und Hagelwarnungen.

Morgens regnet es noch immer, wir wollen weiter nach Biarritz. Da es die ganze Zeit weiter regnet und das Wetter die nächsten vier Tage am Atlantik weiterhin schlecht sein soll, überlegen wir uns unsere Route und biegen bei Bayonne ab nach Lourdes. Hier ist das Wetter besser. Wir haben 30°C. Den Stellplatz „Camping De Lup“ kennen wir schon. Da wir Lourdes schon kennen spazieren wir nur noch mal durch den Ort, um dann am nächsten Tag weiter nach Carcassonne zu fahren. Der Stellplatz liegt direkt an der Burg. Die Burg ist großartig.

 Wir besichtigen sie und landen dann in einer Bar, um dort ein Bier zu trinken. Da uns der Ort, mit seinem mittelalterlichen Flair sehr gut gefällt, bleiben wir hier über Nacht.

Morgens wollen wir weiter nach Port Leucate zum Naturistik Park. Der ausgeschilderte Stellplatz liegt nicht sehr schön. Am Etang hingegen steht man viel netter direkt am Wasser. Das Wetter ist herrlich. Der Naturpark schützt einen artenreichen tropischen Regenwald um den ovalen, 530 m hoch gelegenen Kratersee des Grand Etang, der nicht weit von der Durchgangsstraße entfernt liegt. Wir verweilen hier für drei Tage, um dann weiter nach Spanien zu fahren. In Le Perthus machen wir Halt , der Ort ist ebenso wie Andorra bekannt für sein steuergünstiges Einkaufen.  Am nächsten Tag fahren wir nach San Pere de Pescador an den Strand, die Sonne knallt, aber es weht ein furchtbarer Wind. Wir machen einen Abstecher nach Estartit, hier wollen wir ein paar Geschenke einkaufen und dann abends in L´Escala essen gehen. Diese Orte sind meist nur bekannt vom Urlaub an der Costa Brava und damit verbunden der Massentourismus, doch die Costa Brava hat mehr zu bieten. Eine wunderschöne Landschaft und viele attraktive Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Sehenswert sind zudem die Ruinen von Empuries die nur einen Fußweg von L´Escala entfernt liegen. Die Ausgrabungen von Empuries wurden im Jahr 1908 begonnen und sind bis heute nicht abgeschlossen. Nach einem anstrengenden Tag fallen wir abends todmüde in unser Bett.

Wir bleiben 2 Tage hier dann  geht es wieder zurück nach Frankreich. Erneut fahren wir nach Port Leucate,  diesmal übernachten wir und bleiben noch 3 Tage hier und ver- und entsorgen ,  danach  steuern wir Cap d´ Agde an. Leider sind hier keine Stellplätze, daher fahren wir weiter und finden zwischen Cap d´ Agde und Sete einen Stellplatz. Der Platz und der Strand sind sehr schön, aber Hunde sind am Strand verboten, daher bleiben wir nur eine Nacht. Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Stes- Maries de la Mer. Der Strand ist riesig.

 

 Leider werden wir am nächsten Tag vom Gestank der Mülldeponie geweckt. Wir packen

 alles zusammen und dann suchen wir uns einen neuen Platz. Wir verbringen die

 nächsten beiden Tage am Strand mit faulenzen.

 

 

 

Dann geht es weiter nach Pont de Gard. Wir haben einen Stellplatz gefunden und packen direkt den Grill aus. Es ist noch warm und somit grillen wir diesen Abend. Am Morgen darauf geht´s nach dem Frühstück zur Brücke. Auf dem Weg dorthin erfahren wir, dass wir hier keine 24 Stunden stehen dürfen. Trotzdem ab zur Brücke. Dieses majestätische antike Werk, das die Plötze überquert, trug die römische Wasserleitung, die das Wasser von Uzès bis zu Nimes führte. Nach der Besichtigung bewegen wir uns samt Womo weiter nach Gorges. Auf dem Weg dorthin halten wir in Village de Bories. Es handelt sich um eine kleine Siedlung von Steinhütten, den so genannten Bories. Diese ohne Mörtel aufgeschichteten, kegelförmigen Häuschen findet man im gesamten Mittelmeerraum, die ältesten stammen vermutlich aus dem 2. Jahrtausend vor Christus. Weiterfahrt nach Gorges. Wir haben den Stellplatz gleich gefunden und machen nun einen Spaziergang durch den Ort. Kaum vorstellbar, dass dieses lebhafte Dorf Mitte des 20. Jahrhunderts fast verlassen war. 1944 wurde Gordes nämlich von deutschen Truppen stark zerstört. Der französische Maler André Lhote hatte den Ort dann wieder entdeckt und seiner Initiative ist der Wiederaufbau Gordes zu verdanken. Gordes wirkt auf uns niedlich, verspielt, heiter, absolut französisch, sehr sauber und kultiviert. Hier liebt man die schönen Dinge des Lebens, Kunst und Lebensart. Der liebliche Ort ist angeblich das meistfotografierte Dorf der Provence, wen wundert’s, dass hier wohl mehr Touristen als Einheimische unterwegs sind. Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen und reisen am folgenden Tag ab zum Mont Ventoux.. In Ville Autson halten wir, um Frischwasser zu tanken. Wir treffen einen Franzosen und fangen ein „Gespräch“ an. Sehr netter Mensch. Wir holen noch ein Baguette und dann geht die Fahrt weiter. Es beeindruckt uns schon sehr, wie hoch dieser Berg doch ist. Wie die Fahrer der Tour de France ihn erklimmen ist für uns kaum vorstellbar. Unsere Hochachtung! Wir suchen uns in Serres einen Campingplatz an einem kleinen Fluss.

Bereits am nächsten Morgen geht es in Richtung Elsaß. Wir sind seit 8 Uhr unterwegs und das Ziel scheint nicht näher zu kommen, daher fahren wir bei Baume auf die Autobahn. Das Ziel lautet Thann. Endlich in Thann angekommen! Am nächsten Tag sehen wir uns den Ort an. Sehr schön. Ein kleiner Ort wie Thann, Übergangsstelle auf der " Ost - West " Achse, hat selbstverständlich eine reiche Vergangenheit, wie zahlreiche Zeugen es aus dieser Vergangenheit bestätigen. Zum Beispiel die Ruinen des Schlosses " Engelsburg ", aus dem 13. Jahrhundert, mit ihrem " Hexenauge ", Teil eines runden Turms. Da es Mittags zu regnen beginnt, geht für uns die Fahrt weiter nach Kaysersberg. Kaysersberg entstand im 13 Jh. in der Nähe einer Burg, die Friedrich II auf der strategisch wichtigen Straße nach Lothringen errichten ließ.  Auf vielen Häusern sind Storchennester. Der Ort ist wahrlich schön, und hier steht das Geburtshaus von Albert Schweitzer. 

Wir beenden unseren Urlaub noch mit einem Essen in Kaysersberg und einer Übernachtung dort und schon am nächsten Tag sind wir wieder im Alltag daheim.

 

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