Fahrt in den Süden mit dem neuen Womo 11/2002

Oder unser Urlaub in der Werkstatt

 

Am 13.11.02 um 17 Uhr 15 fahren wir, mit unserem neuen Womo, los in Richtung Spanien.

Unseren ersten Schlafplatz suchen wir uns zwischen Dijon und Lyon. Das Bett ist schon mal klasse, wir haben beide sehr gut geschlafen. Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Port Leucate, hier werden wir erneut übernachten und dann geht´s am nächsten Tag weiter Richtung Sonne. Auf dem Weg nach Spanien regnet es nur. Unser Sohn meldet sich telefonisch, um uns mitzuteilen, dass es fast überall in Spanien regnet. Wir fahren weiter. Ankunft in Denia auf Camping Diana– Regen! Am nächsten Tag sieht das Wetter schon viel besser aus. Hier überwintern anscheinend Rentner aller Nationen. Wir treffen  (Deutsche, Holländer, Engländer, Schweden und Franzosen).  

Es hat aufgehört zu regnen, wir besichtigen den Ort. Denia wird oft als das "Tor zur Costa Blanca" bezeichnet. Es liegt im Zentrum der Region Valencia und ist darum ein guter Ausgangspunkt, um die Gegend zu erkunden. Wir wollen an diesem herrlichen Ort noch einem Tag länger bleiben, bevor wir abreisen weiter gegen Süden. Hinter Aguillas stehen einige Womos, also gesellen wir uns dazu zum übernachten. Am nächsten Tag geht es weiter auf der E15 zur Wüstenlandschaft nördlich von Almeria, doch unser Womo streikt. Nichts geht mehr. Wir rufen die Fiat-Servicenummer an. Nach ca. 1 Stunde kommt der Abschleppdienst. Wir werden mit unserem Womo in die nächste Werkstatt abgeschleppt. Die Werkstatt sieht allerdings nicht nach einer Fiat-Werkstatt aus und somit würde unsere Garantie verfallen, also rufen wir Fiat wieder an. Der Mann an anderen Ende des Telefons erklärt uns, dass wir dort nur zwischen gelagert werden. Wir werden nach mehrfachen Telefonaten mit Fiat wieder abgeschleppt, nun nach Almeria. Ankunft in der „Werkstatt unseres Vertrauens“ um 16 Uhr 30. Die Werkstatt „Piquer Tourismo SA Fiat“. Meine Frau steht mit den Hunden vor der Werkstatt und ich gehe mit in die Werkstatt. Es scheint die Einspritzpumpe ist defekt. Man baut für uns Teile aus einem anderen Ducato aus, aber es hilft nichts. Der Meister setzt meine Frau und die Hunde in den Warteraum, hier steht ein Kaffeeautomat, Gott sei Dank! Bis halb zehn wird am Womo geschraubt und gebaut und nichts klappt. Das Ersatzteil muss bestellt werden, soll donnerstags kommen – heute ist Dienstag. Das Womo wird aus der Werkstatt geschoben, damit wir darin übernachten können. Am nächsten Tag telefonieren wir mit Fiat, man bieten uns in ein Hotel zu gehen, aber das geht nicht mit zwei Hunden und für zwei Nächte ist es so okay. Zudem sichert man uns zu, dass man uns zurückruft, damit wir mit einem Dolmetscher sprechen können, schließlich verstehen wir die Werkstatt nicht und die uns nicht. Bis heute ist dieser Anruf nicht erfolgt.

Donnerstag wird unser Womo zurück in die Werkstatt geschoben und wir in den Warteraum. Die Mitarbeiter sind super nett, aber leider verstehen wir kein Wort. Wir entdecken über der Straße ein Cafe. Juhu, eine neue Sitzgelegenheit.

Den ganzen Donnerstag wird an unserem Womo geschraubt, aber es funktioniert immer noch nicht. Abends stellen wir dann noch fest, dass unser Essen zu neige geht. Wasser und Strom kriegen wir von der Werkstatt. Fiat ruft uns noch an und teilt uns mit, dass erst Montag die neuen Teile kommen, aber man meldet sich noch mal. Wie so oft kein Rückruf.

Es wird Freitag, Womo in die Werkstatt rein und es wird geschraubt. Nachmittags haben wir die Nerven blank liegen und wollen nach Hause. Wieder rufen wir bei Fiat an und wollen wissen, wie es weiter geht. Wer die Kosten für einen Mietwagen etc. übernimmt. Die Dame will es für uns abklären und zurückrufen, aber nachdem wir nach einiger Zeit wieder bei Fiat anrufen, müssen wir feststellen, dass die Dame bereits Feierabend hat. Langsam werden wir böse, also wird nun der ADAC angerufen. Die sagen, Fiat ist zuständig. Ich schildere unsere Situation und der nette Herr will uns helfen und würde sich melden. Er meldet sich wirklich! Er erklärt uns, dass unser Ersatzteil aus Italien kommen muss und das es die Sensoren sein müssten, die defekt seien. Zudem bietet er uns seine Hilfe an bei der Hotelsuche, auch will er sich um die Hunde kümmern.  Dann meldet sich der ADAC, wir bekommen einen Bungalow auf Los Escullos in San Jose. Alles geklärt, im Restaurant bekämen wir die Schlüssel zum Bungalow. Der Werkstattmeister ruft uns ein Taxi. Während der zweistündigen Taxifahrt meldet sich Fiat und erklärt uns, dass er vor Montag nichts abklären könne, da ja schließlich Wochenende sei!

Endlich kommen wir an! Ein sehr netter Kellner reißt mir unser Gepäck aus den Händen und bringt uns zu unserem Bungalow.

Am Samstag haben wir das nächste Problem, das Bargeld geht uns aus. Aber auch hier werden wir weiter geholfen. Man nimmt mich mit bis zum nächsten Geldautomat und fährt mich noch einkaufen und wieder zurück. So viel Hilfsbereitschaft, heller Wahnsinn!

Wir geniessen das Wochenende in der Wüste und unsere Nerven erholen sich auch wieder, dank dem ADAC.

Montags kriegen wir wieder einen Anruf vom ADAC, unser Womo läuft immer noch nicht. Der ADAC gibt der Werkstatt noch heute und morgen Zeit, ansonsten werden wir Rücktransportiert. Aber Dienstag ruft dann der Herr wieder an und sagt uns, dass unser Auto endlich wieder fährt. Es war ein Kabelbruch im Armaturenbrett. Ich hol das Womo und dann Frau und Hunde, die Reise geht nach sieben Tagen Werkstatt weiter.

14.30 Uhr geht die Reise weiter zum Strand Playa de los Genoveses , hier parken wir bei den anderen Womos.

Von hier fahren wir durch die Wüstenlandschaft, wie wir es vor der Panne vorhatten .  Wir haben uns Nijar und Sobas angesehen. Wunderschöne  weiße Dörfer im mexikanischen Stil.  Da wir eine Woche verloren haben und nicht mehr bis Gibraltar kommen machen wir uns wieder auf Richtung Norden.

 

 

 

 

 

 

 

 Wir finden ein paar schöne Plätze am Strand, Richtung Heimat bevor wir dann unseren Urlaub letztlich beenden.

 

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