Wochenende in der Schneifel (Schneeeifel)

Da Bekannte von uns in der Eifel einen Wohnwagen stehen haben, und wir Sie dort mal besuchen sollten ging es mit unserem Womo zum ersten mal in den Schnee, unser Ziel war der Campingplatz Kronenburgersee bei dem gleichnamigen Ort.

Der Ort liegt in der Gemeinde Dahlem auf 560m Höhe und hat ca.460 Einwohner. Kronenburg verdankt seine Entstehung der Tatsache, daß von diesem strategischen Punkt aus das ganze Obere Kylltal beherrscht werden konnte. 1277 erstmals erwähnt, waren die Herren von Kronenburg schon auf dem Höhepunkt ihrer Macht und dehnten ihren Herrschaftsbereich an Kyll, Urft und Ahr, über die Herrschaften Gladbach (Kreis Düren), Neuerburg (Südeifel) und Esch a. d. Sauer (Luxemburg) aus. Um die Burg entstand damals eine kleine Siedlung, die durch einen Mauerbering mit Toren in die Befestigung der Burg integriert wurde. Am Anfang des 15. Jh. starb das Geschlecht der Kronenburger im Mannesstamm aus und die Kronenburg wurde nur noch als Nebensitz benachbarter Adelshäuser wie z.B. Schleiden und Blankenheim genutzt. – Der Ritterorden der Johanniter hatte bereits 1277 eine Niederlassung in Kronenburg. Sie erbauten die örtliche Pfarrkirche und hatten bis 1803 das Recht, den Pfarrer zu bestimmen (Patronat). – Besondere Bedeutung erlangte Kronenburg durch seine beiden Eisenhütten, Kronenburgerhütte und Hammerhütte, die vom 15. bis Mitte des 19 Jh. in Betrieb waren. Der gleichnamige Ortsteil Kronenburgerhütte erinnert daran. Mit dem Niedergang der örtlichen Eisenhütten erfolgte auch der des Ortes Kronenburg. – In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde Kronenburg durch seine Tellspiele, die die Burgruine als Freilichtbühne nutzten, berühmt.

 

 

Donnerstag wurde das Womo gepackt und Wasser getankt, als ich am nächsten morgen noch einige Kleinigkeiten ins Fahrzeug brachte mußte ich feststellen das über Nacht die Heizung ausgefallen war, weil die Batterie zu schwach war. Da unsere Fahrt erst gegen Mittag losgehen sollte, kein Problem Kabel angeschlossen und die Heizung wieder an. Als meine Frau vom Dienst nach Hause kam konnte die Fahrt um 13 Uhr losgehen. Wir fuhren in Heinsberg auf die A46 bis Wanlo dort auf die A61 bis Kreutz Bliesheim, dann ging es weiter über die A1 bis Blankenheim, weiter über die B51 Richtung Stadtkyll . Vor Stadtkyll auf die 421 Richtung Kronenburg, Hallschlag. Dort war der Campingplatz Kronenburgersee ausgeschildert. Als wir gegen 14 Uhr 30 ankamen war die Schranke zu da bis 15 Uhr Mittagspause ist.

        

Da wurde beschlossen erstmal eine Tasse Kaffee mit einem Stück Kuchen zu machen, dabei stellte ich dann fest das in der Nacht als die Heizung ausgefallen ist , sich das Sicherheitsventil geöffnet hat und unseren Wasservorrat abgelassen hat. Na ist ja nicht so schlimm bekommen bestimmt neues Wasser auf dem Campingplatz dachte ich , gab es dann auch (alles mit der Gieskanne holen) nach dem wir uns angemeldet hatten und einen Stellplatz bekommen hatten.

  

Da unser Freund Michael Samstag noch zu einem Seminar musste war seine Freundin Heidi alleine schon angereist und er wollte am Samstag nachkommen. Wir drei beschlossen dann , mit unseren Hunden einen Spatziergang durch die schöne Winterlandschaft rund um den Kronenburgersee zu machen, was besonders unsere Hunde erfreute.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir zwei Stunden durch den Schnee gewandert waren, und selbst die Hunde etwas müde waren kehrten wir zum Womo zurück. Wir drei fuhren dann nach Stadtkyll um den Tag bei einem Essen ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag ging es nach einem späten Frühstück wieder in den Schnee zum wandern.

 

Am Nachmittag kam dann auch Michael . Nachdem wir gemeinsam Kaffee getrunken hatten wurde noch etwas die Gegend erkundet.


 

Der Ort Hallschlag wurde erstmals 1322 urkundlich genannt. Er gehörte damals zur Herrschaft Kronenburg. Im 15. Jh. gelangte Hallschlag an die Grafen Manderscheid-Schleiden, gegen Ende des 17. Jh. zusammen mit Kronenburg an die Blankenheimer Linie der Grafschaft Manderscheid-Blankenheim. Anfang des 19. Jh. wurde der Ort zur Pfarrei erhoben. Im Zweiten Weltkrieg wurde Hallschlag zu 80 Prozent zerstört. Sehenswert sind das Pilgerkreuz der St.-Matthias-Bruderschaft an der Straße nach Ormont, ca. 100 m hinter der Bahnbrücke, und Reste der ehemaligen Westwallanlagen.
 

Gegen Abend machte ich mit meiner Frau noch einen Rundgang über dem Campingplatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann gab es ein gemütliches Beisammensein bei unseren Freunden, bei dem auch Ihre Campingnachbarn waren, es wurde ein feucht fröhlicher Abend.

Am nächsten Tag fuhren wir noch zur nahen Belgischen Grenze einkaufen und billig Tanken, bevor wir die Heimreise antraten.

 

 

 

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